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Buchtipp




Buchtipp Mai 2004

von Susanna Kaimberger

Robert Harris: POMPEJI. Roman

Heyne Verlag, Januar 2004

In "Pompeji" entführt Robert Harris den Leser nicht in die Welt der jüngsten Vergangenheit sondern in die Zeit der römischen Antike.
Attilius, der Wasserbaumeister, wurde nach dem Verschwinden seines Vorgängers Exominus mit der Betreuung der Aqua Augusta betraut, die die Gegend um Pompeji und Misenium mit Wasser versorgte. Während Senatoren, Würdenträger und neureiche Geschäftsmänner in der Sommerfrische den Luxus ihrer Villen genießen, kommt es zur Katastrophe. Das Aquädukt verliert Wasser und versiegt sogar in einigen Städten. Deshalb wird Attilius beauftragt den Schaden innerhalb kürzester Zeit zu beheben.
Dabei gerät er mitten in eine mörderische Verschwörung, bei der natürlich eine junge Frau nicht fehlen darf. Doch die wirkliche Bedrohung ist viel dramatischer als es sich Attilius ausmalen kann. Immer häufiger bebt die Erde am Vesuv...
Pompeji ist nicht nur eine Geschichte über den Untergang Pompeji an sich, sondern auch eine Erinnerung an die Verletzbarkeit der Großmächte: solange alles in Ordnung zu sein scheint, wird im Luxus geschwelgt als ob es kein morgen gäbe. Und in diesem Sinne ist Pompeji ein Symbol für den blinden Glauben an die eigene Unverwundbarkeit.
Es zeigen sich Parallelen zwischen der heutigen Situation in den USA und dem römischen Reich.
Ein lebendiger, sehr gut gelungener Roman, der von allem enthält - Intrige, Macht und Liebe vor dem Hintergrund der großen Naturkatastrophe.
Sehr gut gefallen hat mir auch die Gegenüberstellung einiger Zitate zu Beginn des Buches.


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zuletzt aktualisiert: 30.12.2011  |  URL dieser Frameseite: http://www.goldwoerth.bvoe.at