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Buchtipp




Der Buchtipp im August 2006:

von Matthäus Fellinger

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt

Rowohlt Verlag; Hamburg 2005; 302 Seiten.

Der eine: privat ein Tollpatsch und Grobian ­- schwer mit ihm auszukommen. Aber ein Genie. Schon als Schulanfänger konnte er die Zahlen zwischen 1 und 100 in wenigen Sekunden zusammenzählen. Statt zu rechnen überraschte er seinen Lehrer blitzschnell mit einer Formel, mit der das ganz einfach geht. Und Formeln gehen viele auf ihn zurück - sie stehen bis heute in den Schulbüchern. Sein Name: Carl Friedrich Gauß.

Der andere. Alexander von Humboldt. Sein Ehrgeiz galt der Genauigkeit. Die tiefsten Höhlen vermaß er ebenso wie die höchsten Berge. Ende des 18. Jahrhunderts brach er zu einer ersten legendären Expedition nach Lateinamerika auf, befuhr tief im Urwald den Orinoko. Seine naturwissenschaftlichen Sammlungen wurden zur Grundlage der neuen naturwissenschaftlichen Forschung.

Ein Dritter gehört dazu: Daniel Kehlmann, 1975 geborener Schriftsteller aus Wien, der die Lebensgeschichte der beiden deutschen Forscher zu einem spannenden Buch verarbeitet hat. Eine Abenteuergeschichte ist es ebenso wie ein Dokument der damaligen Geistigkeit. Am Ende ihres Lebens haben die beiden Forscher zusammengearbeitet, um dem Erdmagnetismus aus die Spur zu kommen. Der alte Humboldt kam damals bis an die Grenzen Chinas, während Gauß von daheim in Göttingen aus seine Messungen durchführte.


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zuletzt aktualisiert: 30.12.2011  |  URL dieser Frameseite: http://www.goldwoerth.bvoe.at